Aktiv mit Spaß in Indien

Ein sehr interessantes und sagenumwobenes Land.  Auf der einen Seite spricht man von Spiritualität und geistiger Entwicklung der Menschen. Das ist in Indien einmalig auf der Welt. Gurus und Fakire sind dort zuhause. Jeder kennt Yoga, eine Art Körper und Geist zu trainieren, um Erleuchtung zu erlangen. Sie ist älter als 2000 Jahre.
Auf der anderen Seite spricht man von einem Land, das gerade wirtschaftlichen  Aufschwung erlebt.
Mit 1,2 Mrd. Einwohnern  ist das Land eines der größten Länder der Welt. Dem entsprechend ist auch der potentielle Markt für Produkte und Leistungen sehr groß. Um ein einfaches Beispiel, aus dem die Größe des Marktes deutlich dargestellt wird, zu nennen  sei  erwähnt, dass in Indien etwa 55.000 Zeitungen und Zeitschriften erscheinen. Zum Vergleich: In Deutschland sind es etwa 6.000 (die Zahlen sind ohne wissenschaftliche und Fachzeitschriften). Auf der anderen Seite jedoch ist die Nutzung des Internets kaum verbreitet. Nur etwa 3% der Bevölkerung nutzen es.
Alle wissen, dass es in Indien sowohl Affen und Tiger als auch giftige Kobras gibt. Es ist tropisch warm und der indische Monsun sorgt auch für kräftige Regenfälle.

In Indien leben viele Kulturen bzw. Religionen neben einander. Die meist verbreitete ist der Hinduismus. Es werden mehr als 100 verschiedene Sprachen gesprochen, ein Glück, dass die offizielle Sprache Englisch ist.

Ich war in Ahmedabad, eine 6-Millionen-Stadt im Westen des Landes. Obwohl Englisch offizielle Sprache ist, kann man in manchen Teile des Landes mit der Sprache nur sehr schwer zu recht kommen. In Ahmedabad sind fast alle Schilder auf Hindi geschrieben und mit Englisch kommt man gar nicht weit.

Obwohl ich bereits einiges wusste über das Land, war ich sehr überrascht als ich in Ahmedabad ankam. Ich kam mit dem Nachtflug und wurde in den frühen Morgenstunden vom Flughafen abgeholt. Die erste Überraschung wartete auf mich schon nach einigen Metern.

Sehr viele Leute schlafen in Ahmedabad auf der Straße. Viele davon schlafen einfach nur so auf dem Boden. Die andere haben Betten, die anstatt einer Matratze eine geflochtene Liegefläche haben. Es sind allerdings so viele, dass man meint seinen Augen nicht trauen zu können.

Die Überraschungen ging aber ganze Zeit über weiter.

Haupt-Fortbewegungsmittel sind Motorräder und Auto-Rikschas.

Die kleinen, gelben, 3-rädrigen Maschinen bringen einen sehr schnell und äußerst günstig wohin man auch immer will. Etwa 20 Minuten Fahrt kostet ca. 20 INR. Umgerechnet sind das etwa 35 Cent.
Ein einfach geniale Sache für meinen Geschmack ist das Essen in Indien. Die indische Küche ist sehr vielfältig, oft scharf und sehr, sehr lecker. Als Europäer braucht man aber einige Zeit um sich an die Gewürze sowie die Schärfe zu gewöhnen. Desweiteren hat die indische Küche sehr viele vegetarische Gerichte. Es kann sogar passieren – und das war bei mir der Fall –  dass im Hotel fast ausschließlich vegetarische Gerichte serviert werden. Aber das ist anders als in Europa.  Zum Frühstück isst man oft Gerichte, die Kartoffelbrei ähneln, Samosas, oder Gerichte, die wir Europäerals Mittagsessen ansehen.
Sehr üblich ist es, auf der Straße zu essen. An jeder Ecke wird gekocht, von Suppen bis hin zu Curries oder gerösteten Nüssen.
Wenn man sich aber nur kurze Zeit in Indien aufhält ist es nicht ratsam, auf der Straße zu essen. Ihr Magen ist mit Sicherheit nicht bereit für diese Art der Zubereitung. Generell ist es für Touristen zu empfehlen, ausschließlich in den Hotels bzw. in Restaurants zu essen.
Indien ist ein Land, in dem sehr viele Religionen zusammen leben. Somit findet man an jeder Ecke Tempel oder ähnliches. Alle stehen weit offen und in fast allen ist das Fotografieren erlaubt. Denken sie aber daran, dass, sollten Sie Menschen fotografieren wollen, es sich gehört zu fragen, ob sie damit einverstanden sind.

Wenn man schon so ein exotisches Land besucht, möchte man auch einige Geschenke mit nach Hause bringen. Also wird man eine der vielen kleinen Einkaufsstraßen besuchen. Das Angebot ist wirklich sehr groß und die Preise sind sehr niedrig.
Manche Details werden Sie aber erstaunen. Zum Beispiel es ist üblich, vor dem Geschäft seine Schuhe auszuziehen.

   

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