Annapurna oder auch ein Berg der Träume

Vielleicht bin ich gerade in einer Phase, die man auch Wechseljahre für den Mann nennen könnte. Oder ich habe einfach so einen Charakter, der – je älter ich bin – ausgeprägter wird.

Ich weiße es nicht. Ich weiß aber, dass wenn ich einen Bericht über eine Mountainbike-Tour in Himalaya lese, ich ein Gefühl wie Heimweh bekomme.

Ich würde auch gerne Himalaya-Luft schnuppern.

Ich würde auch gerne den Berg Annapurna umrunden wollen.

Man könnte denken, dass es etwas störend sein könnte, dass ich nicht ganz frei bin von Höhenangst. Ich hätte mit Sicherheit an vielen Stellen so einer Tour Angst. Dennoch würde ich es gerne machen.

Der Annapurna ist mit 8091 Meter der zehntgrößte Berg der Erde, und er ist der einzige Achttausender, der mit einem Mountainbike umrundet werden kann.

Wie cool ist so eine 250 km lange Tour, die man in Etappen, fast 21 Tage lang fahren muss.

Aber eigentlich ist der Annapurna nur ein Symbol für mich. Ein Symbol für einige Träume, die vielleicht gerade in dieser Phase meines Lebens besonders stark werden. Verstärkt werden sie durch das ohnehin merkwürdige Alter eines jeden Mannes zwischen 40 und 50. Mit diesen Abenteuer-Heimweh-Gefühlen und –Träume werden aber auch die Schicksalsschläge verstärkt. Durch die Schicksalsschläge, die einem zeigen, wie zerbrechlich man eigentlich ist. Das sind Ereignisse, die einem unwiderruflich die Erkenntnis bringen, dass man morgen vielleicht gar nicht mehr da ist. Dann wird man nie den Annapurna mit einem Mountainbike umrunden.

   

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