Avocado, die Frucht, die glücklich macht

Es sind viele Mythen und Legenden mit der Bevölkerung des alten Mexicos verbunden. Einige davon sind bereits in Vergessenheit geraten. Die anderen wiederum haben es geschafft, bis heute zu bestehen. So ähnlich ist es mit der Avocado. Diese bis zu 15m hohen Bäume wurden als erstes von den Azteken angepflanzt. Bis heute sind sie da und werden sogar in vielen anderen Ländern angebaut. Was allerdings in Vergessenheit geraten ist, ist die Antwort auf die Frage, warum die Azteken diese Frucht „ahuacatl“ genannt haben. Übersetzt bedeutet „ahuacatl“ Hoden.

Die Avocado zählt zu den Früchten, die am meisten Fettgehalt haben. Nur Oliven sind fettiger. Daher auch der Name, Butterfrucht, den man manchmal in Deutschland hört.

Wenn man sich die Avocado näher ansieht, so stellt man fest, dass diese Frucht sehr viele medizinisch gesehen positive Wirkungen hat. So ist sie zum Beispiel äußerst gut für die Haut. Der sehr hohe Anteil an Linol und Linolen macht sie sehr geeignet für Neurodermitiker. Dazu kommen viele Minerale und Vitamine, die Avocado sehr interessant für die Kosmetikindustrie macht. So wird sie in vielen Cremes und Ölen verarbeitet. Außerdem hat Avocado fast 0,6mg pro 100g  Salicylsäure. Dieser Stoff kann sehr gut bei Kopfschmerzen helfen und sie lindern. Desweiteren eignet sich Avocado hervorragend  zur Linderung von Muskelkater, als Hilfe bei Muskelkrämpfen und generell zur Stärkung der Muskulatur. Dazu wirkt sich Avocado durch seine ungesättigten Fettsäuren positiv auf den Cholesterinspiegel aus.

Eine der extra interessanten Wirkungen ist die Tatsache, dass Avocado sehr gut beim Abnehmen helfen kann. Sein Zauberstoff heißt Mannoheptulose. Das ist ein Kohlenhydrat, das  den Blutzuckerspiegel senken kann. Das Hormon Insulin wird somit nicht produziert.

Dennoch muss man aufpassen. 100g Avocado haben etwa 160 Kalorien, fast das doppelte einer Banane.

Aber sicherlich ist das Beste, dass Avocado glücklich macht. Es beinhaltet das Glückshormon Serotonin. Vielleicht daher der Glaube, dass Avocado auch eine aphrodisierende Wirkung hat. Wer weiß, vielleicht ist etwas Wahres daran und vielleicht wussten dies noch die alten mexikanischen Indianer und vielleicht nannten sie deshalb die Avocado „Hoden“.

Durch die langen Transportwege wird die Avocado geerntet bevor sie reif wird. Sie reift dann während des Transportes. Es empfiehlt sich deshalb die Avocado zu Hause 2-3 Tage reifen zu lassen bevor man sie isst. Übrigens: Soll der Reifeprozess beschleunigt werden, kann die Avocado bei Zimmertemperatur zusammen mit einem Apfel in einer Papiertüte aufbewahrt werden. Für diese Unterstützung beim Reifen ist das vom Apfel abgegebene Ethylen verantwortlich. Umgekehrt kann man die Avocado durch das Lagern im Kühlschrank länger aufbewahren und frisch halten.

Es gibt noch etwas Wichtiges. Nachdem Sie die Avocado zum ersten Mal durchgeschnitten haben, sollten Sie die Schnittflächen mit Zitronensaft beschmieren. Ansonsten dunkelt das Fruchtfleisch sehr schnell und sieht dann nicht mehr so appetitlich aus.

InhaltsstoffeMenge
Brennwert160 kcal / 670 kJ
Eiweiß2 g
Kohlenhydrate8,5 g
Fett14,7 g
Ballaststoffe6,7 g
Wasser73,2 g
gesättigte Fettsäuren2,13 g
einfach ungesättigte Fettsäuren9,8 g
mehrfach ungesättigte Fettsäuren1,82 g
Magnesium29 mg
Calcium12 mg
Eisen0,55 mg
Kalium485 mg
Zink0,64 mg

   

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