Curry Leaf

Wenn in einer Stadt mehr als 110 verschiedenen Nationen nebeneinander leben, entsteht eine einmalige Mischung. Sie erzeugt eine unglaublich angenehme und offene Atmosphäre der Stadt. Das hat aber auch noch einen anderen, sehr angenehmen  Effekt zur Folge. Es entwickeln sich genau so viele verschiedene Küchen. Die Restaurants in Dubai sind grundlegend anders als die ähnlichen in Deutschland. Damit meine ich ein chinesisches Restaurant in Deutschland und ein chinesische Restaurant in Dubai kochen grundlegend anders. In Deutschland bereiten die Küchenchefs das Essen für die Deutschen. In Dubai dagegen für eigene Landsleute. Da durch werden die Küchen sehr authentisch.

Um diese Vielfalt zu erleben, gehe ich mit meiner Frau Melanie seit einiger Zeit, ein Mal pro Woche ins Restaurant. Wir versuchen dabei immer besondere kulinarische Erlebnisse zu finden, sie zu kosten und sie dann kritisch zu beschreiben.

Unsere Erfahrungen halten wir mit einer Kamera fest. Die entsprechenden Videos werden auf unserem Youtube-Kanal veröffentlicht.

Letzte Woche  haben wir Curry Leaf besucht.

Curry Leaf ist ein kleines Restaurant mit authentischer Sri Lanka Küche.  Obwohl Sri Lanka relativ nah an Dubai ist, gibt es in Dubai nur wenige Sri Linkischen Restaurants. Die besten Kritiken im Internet haben wir über Curry Leaf gelesen. Allerdings waren alle vorhandenen Berichte schon etwas älter.

Wir wollten uns dennoch wagen und  das Restaurant testen.

Curry Leaf befindet sich im Stadtteil Bur Dubai. An der Ecke Khalid Bin Al Waleed Strasse und Mankhool Road  in Mussala Tower.  Am besten parkt man direkt im Keller des Hochhauses. Der Parkplatz kostet 20 AED pro Stunde.

Nach dem wir das Auto abgestellt haben, haben wir den Aufzug gesucht. Wir haben bereits im Aufzug gemerkt, dass das Hochhaus weniger gepflegt aussah. Nach dem wir den Aufzugverlassen haben, haben sich unsere Beobachtung bestätigt. Da aber überall die Baustellen waren, versprach dies eine Besserung des Zustandes von Massala Tower.

Curry Leaf war nicht schwer zu finden. Es befindet sich im Erdgeschoss, im Bereich wo auch alle Restaurants sind. Streng genommen sind es keine typische Restaurants. Man nennt es Food Court. Es handelt sich um eine kreisförmig angeordnete Gruppe von „Essens-Bestellung-und-Ausgabe-Schalter“ in deren Hintergründen die jeweiligen Küchen sind. In der Mitte sind Tische, die alle Restaurants teilen.

Curry Leaf befindet sich in so einem Food Court.

Ich muss gestehen der erste Eindruck war nicht besonders gut. Wir hatten das Gefühl, dass die Europäer nicht besonders oft dieses Hochhaus besuchen.

Ein Blick in die Karte ließ und bereits die Sri Linkischen Spezialitäten entdecken. Ich wollte typisches Sri Lanka Gericht Lumpreis probieren, allerdings wird es nur freitags zubereitet. Also nahmen wir Kuttu mit Hähnchenfleisch und ein Fisch Curry. Dazu gab es Roti.

Zum Schluss nahmen wir einen sehr typischen Nachtisch Watalappam . Wir tranken nur Wasser dazu.

Sowohl Kuttu als auch Fisch Curry waren sagenhaft. Sie waren äußerst schmackhaft.  Unsere Erwartung, dass die indische und Sri Linkische Küche sehr ähnlich sind wurde wiederlegt. Sicherlich gibt es Gerichte, die ähnlich sind aber traditionelle Gerichte unterscheiden sich sehr stark.

Am meisten waren wir vom Nachtisch begeistert. Optisch sah es nicht besonders ansprechend, es war aber unheimlich lecker.

Zu dem ganzen Genuss kommt noch die Tatsache, dass die Bedingung sehr nett war und sich sehr viel Mühe gegeben hat.

Die größte Überraschung kam aber am Ende. Wir bekamen eine Rechnung von 62 AED. Umgerechnet sind es etwa 12 Euro.

Damit können wir eindeutig sagen, wenn man kein Fein Dining erwartet und offen gegenüber anderen Kulturen ist, so kann man in Curry Leaf sehr gut essen. Es schmeckt hervorragend, die Bedingung ist sehr gut und Preise sind sehr niedrig.

Alles in allem wir können Curry Leaf mit ruhigem Gewissen empfehlen.

   

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