Stress ist ansteckend

Wenn jemand neben Ihnen gähnt, werden Sie sehr wahrscheinlich auch selbst anfangen zu gähnen. Wenn jemand seine Augen reibt, werden Sie sehr wahrscheinlich ebenfalls Ihre Augen reiben. Wenn jemand lacht, lachen Sie auch. Es gibt noch eine Reihe weiterer Ereignisse oder Aktivitäten, die einfach ansteckend sind. So ist es auch mit dem Stress.

Wenn Sie sich in der Nähe einer Person, die gerade unter Stress steht, aufhalten, werden Sie sehr schnell anfangen, sich ebenfalls gestresst zu fühlen.

Das Max Planck Institut in Dresden hat dieses Verhalten nachgewiesen. Die dortigen Wissenschaftler haben es geschafft, alles genau zu messen und eindeutig festzustellen. Gemessen wurde die Menge des Stresshormons Kortisol im Blut.

Nur 5% der Probanden haben es geschafft, sich in solchen Situationen nicht anzustecken und Ruhe zu bewahren.
Wie schlimm diese Infektion mit Stress sein kann, hat die Tatsache gezeigt, dass sich sogar 26% der Beobachter, Helfer und Wissenschaftler ebenfalls angesteckt haben. Je näher eine Person an einer gestressten Person war, umso schlimmer war auch die Intensität der Ansteckung. Das geschah sogar, wenn  die Helfer und Beobachter hinter einer Glasscheibe saßen.

Wissenschaftler in San Francisco haben dazu festgestellt, dass Kinder wesentlich anfälliger sind. Sie haben sich schneller und intensiver mit dem Stress angesteckt.

Die Wissenschaftler haben zwar festgestellt, dass Stress ansteckend ist, sie haben aber nicht feststellen können, wie man eine derartige Infektion vermeiden kann.

Der einzige Weg scheint bis heute, die eigene Ruhe und das Gleichgewicht durch Sport und Meditation zu stärken. Dadurch wird eine allgemeine Anfälligkeit gegen Stress wesentlich reduziert.

   

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