Hoher Blutdruck wird oft durch Sorgen und Angst verursacht

Vor einigen Wochen hat ein Kardiologe durch ein Langzeit-EKG erhöhten Blutdruck bei mir diagnostiziert. Als Folge der Diagnose kam eine Empfehlung, Medikamente zu nehmen.

Ich habe vorerst die Medikamente abgelehnt. Ich wollte versuchen den hohen Blutdruck selbst in den Griff zu kriegen.

Was mich dazu gebracht hat, mich gegen Medikamente zu entscheiden, war eine einfache Übung, die ich gemacht habe. Ich habe als erstes meinen Blutdruck gemessen – die Diagnose wurde bestätig, die Messung zeigte hohe Werte. Danach habe ich 15 Minuten meditiert und anschließend wieder den Blutdruck gemessen. Diesmal war er normal.

Dieses einfache Experiment hat mir gezeigt, dass man auf den Blutdruck Einfluss nehmen kann.

Es hat mir aber auch gezeigt, dass die Ursache durch inneres Gleichgewicht bekämpft werden kann.

Innere Ruhe und inneres Gleichgewicht zu finden ist aber in der heutigen Zeit gar nicht so einfach.

Also habe ich darüber nachgedacht, was mich dazu bringt keine innere Ruhe und kein inneres Gleichgewicht zu haben.

Es sind eigentlich Sorgen und Angst. Es sind Sorgen und Angst über die Zukunft meiner Familie und meine eigene.

Sie treiben mich ständig dazu, alles im Detail wissen zu wollen.

Zum Beispiel, wenn ich zu einem Lauf fahre und im Vorfeld nicht weiß, wo die Startlinie ist, fühle ich mich nicht wohl. Wenn ich nicht weiß wie die Strecke verlaufen wird, fühle ich mich ebenfalls nicht wohl und unsicher. Vielleicht verpasse ich den Weg.

Die Sorgen und Angst treiben mich dazu, immer alles in die weite Zukunft planen zu wollen. Dabei versuche ich alle Alternativen durchzuarbeiten und durchzuplanen.

Zum Beispiel denke ich über mein Rentenalter nach und darüber, ob die Rente reichen wird. Oder ist es vielleicht besser, in ein anderes Land umzuziehen? Also analysiere ich alle Länder dieser Welt.

Vor einigen Tagen habe ich eine Geschichte gelesen, die die Folgen der Sorgen sehr realistisch darstellte. Es ging um eine Motivationstrainerin, die zu ihrem Vortrag ein halbvolles Glas Wasser gebracht hat. Alle haben die Frage, ob das Glass halb leer oder halb voll war, erwartet. Stattdessen kam die Frage wie schwer das Glass ist. Die Antworten lagen zwischen 100-150g. Daraufhin sagte die Motivationstrainerin, dass das Gewicht des Wassers davon abhängig sei wie lange man es halten muss.

Hält man es nur einige Sekunden, ist es sehr leicht und man wird es nicht einmal merken. Muss man es stundenlang halten, wird es sehr, sehr schwer.

So ist es auch mit Sorgen und Ängsten.

Wenn man sie lange mit sich herumträgt werden sie sehr, sehr schwer.

   

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