Ich und meine gereizten Brustwarzen

Mein erster Halbmarathon im Leben. Mitten in Doha, Katar – exotischer geht’s kaum. Ich war sehr aufgeregt. Ich glaube mein Blut war überfüllt mit Adrenalin.

Als es endlich los ging war ich überglücklich.

Und ich lief, ich lief wie eine Rakete (zumindest kam es mir so vor) und die Kilometer gingen einer nach dem anderen vorbei.

Bis zum 7. war alles okay, aber dann fingen die Schmerzen an. Meine Brustwarzen taten richtig weh. Sie brannten regelrecht.

Ich wusste, dass meine Brustwarzen sehr empfindlich sind und trug deshalb immer Pflaster. Obwohl meine Pflaster wasserresistent sein sollten, waren sie abgefallen. Ich vermute mein Schweiß hatte sie quasi „weggewischt“.

Ich stand vor der Entscheidung: entweder ich laufe weiter unter Schmerzen, oder ich höre auf. Ich entschied mich fürs Laufen.

Die Schmerzen wurden immer größer und bald kam auch das Blut. Die Brustwarzen waren so sehr gereizt, dass sie bluteten.

Ich habe es auch schon mit Vaseline versucht, allerdings hielt Vaseline maximal bis 10 km und ich musste „nachschmieren“. Das war mir sehr unpraktisch, da ich dafür Vaseline bei jedem Lauf mitschleppen musste. Außerdem macht Vaseline Flecken auf meinen Lauf-T-Shirts, das war ebenfalls nicht schön.
Also ich blieb bei den Pflastern.

Es kostete mich sehr viel Mühe und Tests, um die richtigen Pflaster zu finden. Wenn man viel schwitzt wie ich, ist das nicht so einfach. Keiner der mir bekannten Hersteller hat ausreichend gute. Da ich viel reise habe ich ausländische Hersteller, deren Pflaster in Deutschland nicht gekauft werden können, ebenfalls getestet. Alle waren nicht ausreichend gut.

Ein weiterer Punkt waren die Kosten. Da ich fast jeden Tag laufe, ist es sehr teuer, Pflaster zu nutzen.
Ich laufe schon seit 8 Jahren und 8 Jahre lang quäle ich mich mit diesem Problem.

So viel darüber. Ich hoffe ich habe die Dramatik des Problems ausreichend gut beschreiben können. Um es noch mal zu verdeutlichen: stellen Sie sich vor Sie haben eine Blase am Fuß. Die Blase wird immer weiter gereizt bis sie blutet. Dann schütten Sie Salz darauf (Schweiß ist salzig!!) und dann gehen Sie weiter und reizen die Blasse weiter.

Genauso fühlen sich blutige Brustwarzen beim Laufen an.

Genug der Dramatik, jetzt kommt die Lösung.

Ja, ich habe sie nach 8 Jahren Suche gefunden. Es gibt eine Firma namens pjur active. Sie produzieren ein „Zeug“ namens „Anti-Chafing Gel“ und das ist einfach genial.

Ich habe eine kleine Testprobe bestellt und einen kleinen Lauf damit gewagt.

Nur 5 km in meinem üblichen Lauf-T-Shirt – nichts, keine Probleme.

Danach lief ich 10 km – immer noch nichts, kein Reiz, keine Schmerzen!

Danach lief ich 17 km – unglaublich, keine Schmerzen, kein Blut, gar nichts, nicht mal ein kleines Kratzen.

Jetzt wollte ich es wissen; 30 km Langlauf ohne Pflaster aber mit dem neu entdeckten Produkt – Brustwarzen habe ich noch!! Nichts, kein Kratzen, Jucken oder Brennen. Kein Blut, kein Schmerz.

Es sind jetzt nur noch wenigen Wochen bis zum Berlin-Marathon. Ich fühle mich noch nicht wirklich gut vorbereitet, aber ich glaube ein Problem haben ich auf jeden Fall weniger – gereizte Brustwarzen.

Wenn ich mit diesem Produkt einen Marathon ohne Probleme laufen kann, dann habe ich die geniale Lösung für gereizte Brustwarzen gefunden [Inzwischen lief ich ein Marathon absolut ohne Probleme!].

Im Oktober 2018 laufe ich den Chicago Marathon in USA und ich weiß jetzt schon, was auf jeden Fall in mein Gepäck gehört.

   

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