Komm da runter!!

Es läuft einem kalt über den Rücken wenn man seine eigene 7-jährige Tochter ein 2m hohes Schaukelgerüst an der Seite hochklettern sieht. Meistens bemerkt man es sogar erst wenn sie bereits ganz oben ist. Was macht man jetzt? Schreit man „Komm runter!“ und zeigt dabei Angst zu haben? Womöglich erschreckt sie sich dabei und fällt herunter. Oder tut man so als ob dies nichts wäre, als ob man gar keine Angst hat. „Wenn du fertig bist kommst du mal runter!“. Innerlich denkt man: „Hoffentlich kommst sie gut da runter!“
Wenn einem so was öfter passiert, sollte man darüber nachdenken, ob sein Kind vielleicht ein Talent zum Klettern hat.
Anstatt seinem Kind das Klettern, das so viel Spaß macht, zu verbieten, sollte man einen Weg finden seinem Kind das sichere Klettern richtig beizubringen. Als allererstes sollte man akzeptieren, dass das Klettern, genauso wie das Laufen oder Walken ein Sport ist. In dem man lernt wie man es macht, welche Ausrüstung man benutzen sollte und in dem man trainiert, wird man immer besser und die Risiken einer Verletzung werden immer kleiner.

Klettern hat viele Aspekte, die besonders wertvoll sind für Kinder. Zum einem es ist ein Outdoor-Sport. Auch wenn es viele Kletterwände in geschlossenen Hallen gibt, hauptsächlich ist es eine Sportart, die man draußen in der Natur ausübt. Neben der Tatsache, dass man die frische Luft und die Natur unmittelbar genießt, fordert das Klettern die Kondition, Kraft und Koordination. Klettern ist eben ein Ganzkörper-Sport. Man muss fast alle Muskeln einsetzen, um einen Felsen hochzuklettern. Kinder sind hier ganz klar im Vorteile den deren Kraft-Körpergewicht-Verhältnis ist zumeist wesentlich besser als bei den Erwachsenen. Außerdem bewegen sich Kinder beim Klettern viel intuitiver und somit klettern sie besser. Neben diesen körperbezogenen Aspekten bring das Klettern sehr schnell Erfolgserlebnisse. Oben angekommen fühlt das Kind seinen ersten eigenen Erfolg. Es hat etwas aus seiner eigenen Kraft geschafft.
Dabei spielt sich selbst Einschätzen, die eigene Kraft richtig dosieren eine entscheidende Rolle.
Sehr wichtig ist aber, wenn Sie Ihrem Kind das richtige Klettern beibringen wollen müssen sie darauf achten, dass es ein Spiel bleiben soll. Das Kind soll daran Spaß haben. Es darf nicht in Stress und Erfolgsdruck ausarten. Sehr oft eignen sich solche Indoor-Kletterwände zum spielerischen Einstieg in die Welt des Kletterns. Man lernt so die Grundlagen bevor man sich wirklich auf einen Felsen wagt.
Und das macht erst richtig Spaß.

   

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