Laufen wenn man entzündungshemmende Mittel nimmt

Die Ergebnisse meiner Recherche über die Einnahme von entzündungshemmenden Mitteln oder Schmerzmitteln und Laufen hat mich sehr überrascht.

Als ich eine Verstauchung und eine Kalkablagerung in meiner Schulter diagnostiziert bekommen habe, habe ich vor Schmerzen schreien können. Ich musste also Schmerz- und entzündungshemmende Mittel nehmen. Da das Ganze nur einige Tage vor meiner Halbmarathonteilnahme passierte, habe ich angefangen, über das Thema zu recherchieren.

Die Ergebnisse haben mich sehr überrascht.

Über 50% Läufer nehmen vor einem Lauf entzündungshemmende oder Schmerzmittel ein. Sie glauben, dadurch präventiv gegen Schmerzen vorzusorgen und die eigene Leistung zu erhöhen.

Das kann sich aber als ein sehr böser Irrtum entpuppen.

Die entzündungshemmenden Mittel sowie Schmerzmittel können für Sportler sehr gefährlich sein. Besonders problematisch sind sie in der Kombination mit großer Anstrengung und Dehydration.

Und dabei kommt es nicht auf die Menge an, schon eine Tablette kann schlimme Folgen haben.

Bei Stephanie Ehret waren es sogar 12 Ibuprofen-Tabletten, die sie während des 24-Stunden-Laufes eingenommen hat, die sie am Ende des Rennens ins Krankenhaus beförderten. Diagnose: Nierenversagen.

Das große Problem bei diesen Medikamenten ist, dass sie zum einen den Blutdruck erhöhen und zum anderen einige wichtige Enzyme blockieren. Zum Beispiel blockieren sie das Enzym namens COX (Cyclooxygenase), das für den Schutz des Herzens sehr wichtig ist. Damit steigt das Risiko eines Herzinfarktes.

Wenn man alle potentiellen Risiken sieht, ist die Nutzung solcher Medikamente vor einem Lauf keinesfalls gerechtfertigt.

   

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