Mein Vater ist Rikscha-Fahrer

Warum ich am 03.04.2016 den Paris-Marathon für die Kinder aus den Slums von Dhaka, Bangladesch, laufen werde und was mich berührt hat, will ich euch mit einem Buch zeigen.
Das Buch „Slum-Kind“ besteht aus Kurzgeschichten, die zeigen wie ein Kind aus dem Slum die Welt sieht.

„Mein Vater ist Rikscha-Fahrer“, eine Kurz-Geschichte aus dem Buch „Slum-Kind“



Die Lehrerin sagte, dass heute Mamun und ich unsere Aufsätze vorlesen werden.
Mamun war als Erste an der Reihe.

„Wenn mein Vater morgens zur Arbeit geht, bereitet ihm meine Mutter die Butterbrote vor. Es ist sein Frühstück. Sie geben ihm Kraft, den Tag gut anzufangen. Morgens zieht mein Vater immer einen Anzug mit Krawatte an. Ich umarme ihn sehr gerne, denn er riecht so gut.

Mein Vater ist Ingenieur und er arbeitet bei Siemens. Seine Arbeit ist sehr wichtig. Er hat auch einen Computer an seinem Schreibtisch stehen. Den nimmt er auch immer mit nach Hause. Meine Schwester und ich spielen manchmal abends an seinem Laptop Spiele.

Manchmal vor dem Schlafen schauen wir auch Zeichentrickfilme auf Youtube.

Wenn mein Vater von der Arbeit nach Hause kommt, spielt er mit uns.“

Dann sollte ich meinen Aufsatz vorlesen.

Ich ging sehr langsam nach vorne. Sehr sehr langsam.

Vielleicht wird der Unterricht gleich zu Ende sein und ich muss nicht vorlesen.


Wie fühlt sich ein kleiner Junge wenn er über seinen Vater, der ein einfacher Rikscha-Fahrer ist, vor der ganzen Klasse berichten soll?

Die Kinder aus den Dhaka Slums gehen gewöhnlich nicht zur Schule. Durch die Arbeit der Maria Cristina Foundation e.v. können viele Kinder eine Schule besuchen. In die gleiche Schule, in die gleichen Klassen gehen auch die Kindern der reichen Eltern. Zwei Welten prallen aufeinander. Der Schulbesuch wird für diese Kinder sehr schwer. Täglich.

Aber so haben sie eine Hoffnung!

 

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