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Meine Reise nach Bangladesch

04.02.

Heute sind wir mit dem Flugzeug, mit Emirates Airlines, geflogen. Das Essen war ekelhaft, also habe ich nichts gegessen. Der Flug dauerte nur 4 Stunden. Um unser Visum zu bekommen mussten wir sehr lange, so um die 2 Stunden, warten. Als wir fertig waren und unsere Koffer endlich abholten, fiel mir auf, wie viele Mücken es in dem Flughafen gab. Sie waren überall und mir war das echt unangenehm. Wir wurden mit einem Auto unseres Hotels abgeholt und zum Hotel gebracht.

Nachdem wir unsere Sachen auspackten, gingen wir etwas später durch die Straßen spazieren. Als wir an einem Markt vorbeikamen, wurden wir von allen Seiten angestarrt. Wir wurden in Cafés eingeladen und alle wollten unsere Hände schütteln oder wollten, dass wir von ihnen ein Foto machten.

Zurück im Hotel bestellten wir uns etwas zu essen aufs Zimmer. Von meinem ersten Aufenthalt in Dhaka wusste ich, das ich das Essen im Hotel nicht mochte, und so bestellte ich nur ein paar Pommes.

Ich war froh darüber, dass es im Hotel dieses Mal zumindest richtige Seife gab, was bei meinem ersten Besuch hier nicht der Fall war.

05.02.

Nach einer schlaflosen Nacht voller Mücken, von denen ich mir nicht vorstellen kann, wie sie ins Zimmer kamen, waren wir ziemlich unausgeschlafen. Um 08:00 Uhr gingen wir frühstücken, es gab Toast mit Marmelade und Rührei.

Dann setzten wir uns ins Rikscha und fuhren in ein Dorf. Es ist wirklich schrecklich, in den meisten Dörfern in Bangladesch. Schmutziges Wasser sammelt sich in Pfützen auf dem Boden, Müll häuft sich an der Seite des Weges, überall liegen kranke Hunde und mittendrin spielen Kinder. Wir trafen uns mit dem Vater meiner Freundin, die zurzeit bei uns in Dubai wohnt, und tranken in seinem kleinen Kiosk einen traditionellen Tee mit Milch.

Wir besuchten auch ihr Haus, um ihre Mutter und ihre Geschwister zu sehen, und um Geschenke zu übergeben. Mittags fuhren wir dann per Rikscha zur „Cambrian School and College”, die unsere gesponserten Kinder besuchen.

Wir gingen in viele Klassen um uns vorzustellen, erzählten über Deutschland und Europa und fragten die Schülerinnen und Schüler Sachen über Bangladesch, ihre Heimat.

Später gingen wir dann mit Ridwan, einem unserer gesponserten Kinder, seinen Schulweg nach Hause. Er geht jeden Tag hauptsächlich über eine kleine Brücke, die neben einem großen Fluss entlangführt. Das Flusswasser ist so schmutzig, dass es fast schon schwarz ist. Überall schwimmt Müll und es stink. In dieser Gegend gibt es besonders viele Adler, die im Fluss fischen. Wir verließen die Fußgänger-Brücke und überquerten Bahnschienen.

Unser Weg führte uns an einer Müllkippe vorbei, die sich direkt zwischen den Häusern befindet, und wir sahen Kühe, Schafe und Ziegen, die den Müll aßen. Diesen Weg von ungefähr 1 Stunde Dauer geht er täglich 2 Mal allein, manchmal begleitet ihn seine Oma – die denselben Weg dann am Tag 4 Mal gehen muss, bei egal welchem Wetter. Bei Ridwan zu Hause angekommen gaben wir ihm sein Geschenk: ein ferngesteuertes Auto. Er freute sich riesig.

Ridwan wohnt mit seiner Mutter und seiner Oma bei seinem Onkel, da sein Vater ihn und seine Mutter verlies. Zusammen bewohnen sie ein einziges Zimmer und schlafen alle in einem Bett. Später fuhren wir mit ihm und seiner Mutter in ein Restaurant, um zu Abend zu essen. Doch das, was ich bestellte, schmeckte nicht sonderlich gut, und so aß ich auch dieses Mal nicht. Danach gingen wir noch zu einem kleinen Markt, denn die Mutter bekam von uns ein gewisses Budget von dem sie Kleidung für Ridwan kaufen sollte. Wir kamen erst spät im Hotel an und waren sehr müde.

06.02

Am nächsten Tag blieb ich bis zum Mittag im Hotel, um mich auszuruhen. Später fuhren wir wieder mit einer Rikscha zur Schule, um Zakia, unser zweites gesponsertes Kind, mit ihrer Mutter zum Einkaufen mitzunehmen. Aber zuerst wollten wir auch mit Zakia ihren Schulweg abgehen.

Er ist etwas kürzer als der von Ridwan, aber im Gegensatz zu Ridwan fährt sie mit dem Rikscha. Zakia wohnt mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und seiner Frau in einem Haus, mit nur zwei sehr kleinen Zimmern.

Auch mit Zakia und ihrer Mutter gingen wir in ein Restaurant, und auch dieses Mal blieb ich hungrig.

Zurück im Hotel bestellte ich mir einen Teller Pommes. In der Nacht begannen die Bewohner des Hauses neben dem Hotel, sehr laut staubzusaugen, jemand anderer schlug mit einem Hammer an die Wand und draußen lief jemand mit einer Trillerpfeife herum. So schlief ich bis zum Morgen nicht mehr richtig ein.

07.02.

Heute gingen wir mit unseren drei Kindern, Ridwan, Zakia und Chadni, ins Kino. Wir schauten den neuen Disney Film Moana in 3D und aßen Popcorn.

 

Für die Kinder war dies ein sehr besonderes Erlebnis, da sie noch nie zuvor im Kino waren. Sie waren so begeistert von dem Film, dass sie für den Rest des Tages nur darüber redeten, und über nichts Anderes. Danach gingen wir noch in ein lokales Restaurant. Ich aß nur ein bisschen Gemüse, Gurken und Karotten.

Die Kinder aßen eine große Portion Reis mit Hühnchen und waren die ganze Zeit sehr glücklich. Das Essen für uns alle kostete ungefähr 30 USD.

08.02.

Wir holten Chadni von der Schule ab und gingen mit ihr nach Hause. Ihr Schulweg ist der gleiche wie der von Zakia, war für uns also nicht neu.

Da sie Nachbarn sind können sie zumindest gemeinsam zur Schule fahren, den Heimweg müssen sie allein machen, denn Chadni ist in einer anderen Schulklasse und ihr Unterricht endet später. Auch sie wohnt mit ihrer Familie in einem kleinen Haus, mit nur zwei Zimmern. Sie teilt sich ein Bett mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern, im anderen Zimmer schlafen ihre Großeltern und ihre Tante.

Eigentlich wollten wir heute auch mit Chadni und ihrer Mutter einkaufen gehen, doch leider wussten wir nicht, dass am Mittwoch alle Läden geschlossen sind. Somit gaben wir der Mutter einfach das Geld, und gingen stattdessen mit Chadni und ihrer großen Schwester in ein amerikanisches Burger Restaurant, Jonny Rocket’s, das ich aus Dubai kannte.

Die beiden hatten noch nie einen richtigen Burger gegessen, und so musste ich es ihnen erst einmal zeigen.

Wir hatten viel Spaß und nach vier Tagen ohne richtiges Essen war auch ich sehr glücklich über das gute Essen. Am Abend liefen Papa und ich zu einem Supermarkt, und ich war überrascht zu sehen, dass dort die gleichen Sachen zu kaufen waren wie in Dubai. Zurück im Hotel packten wir unseren Koffer.

   

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