Poesie-Abend in der Wüste

Ich weiß nicht wann andere Menschen ihre kreativen Phasen haben, aber bei mir ist es immer morgens. Und das sogar ziemlich früh.
Seit 5 Uhr bin ich wach und seit einer Stunde bereits am Flughafen. Während ich meinen Kaffee bei Costa bestelle sehe ich das Programm der Veranstaltung „Emirates Airline Festival of Literature“.

Man hat viele Autoren dazu eingeladen, Lesungen und Workshops abzuhalten. Man kann durch zuhören lernen, wie man zum Beispiel einen SiFi-Roman mit historischem Hintergrund schreibt oder wie man (vielleicht) Reise-Journalist wird.  Das Ganze geht über 5 Tage und es sind einige Veranstaltungen dabei, die bestimmt erlebenswert sind.
Eine Veranstaltung zieht ganz besonders meine Aufmerksamkeit an: Es geht um Poesie und Geschichten-Lesung in der Wüste. Bei Sonnenuntergang fährt man in die Wüste in ein Camp und hört dort Geschichten und Poesie. Während man so etwas liest, sieht man sofort die Bilder im Kopf: Arabische Männer, gekleidet in traditionelle Tracht, sitzen um das Lagerfeuer und erzählen etwas Spannendes und Schönes.

Im Hintergrund hört man die Geräusche der Kamele, die unweit des Feuers lagern. Es ist dunkel und das Licht des Feuers verstärkt die tiefen Gesichtslinien der arabischen Männer. Es sind sichtbare Spuren des harten Wüstenlebens. Es sind die vielen Ereignisse, die sich in die  Gesichtshaut eingeritzt haben. Deren Geschichten sind wahre Geschichten, deren Poesie ist die Poesie des wahren Lebens…
Frank Klötgen.
Wer?
Frank Klötgen, „der deutsche Darstellungs-Poet und Autor der multimedialen Fiktionen“.
Was?

Irgendwie ein Poet aus Deutschland. In der Wüste? Bei den arabischen Männern in traditionellen Trachten?
Ich bin echt gespannt. Mal schauen wie teuer die Teilnahme an dieser Veranstaltung „Desert Stanzas – Poetry and Music under the Stars“ ist…

   

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