Sportler sein ist mehr als nur tranieren

Derrick Lewis (1,5 Millionen Followers auf Instagram), ein weltbekannter Sportler beendet sein Training und greift in einen großen Karton voller frittierter fastfood-Hähnchenkeulen und holt eine heraus. Er beißt dann genussvoll hinein. So ist ein Werbespot für eine bekannte amerikanische Fast Food Kette.

Coner McGregor (29,4 Millionen Followers auf Instagram!!), ein Spitzen-Sportler, hat kürzlich eine eigene Whisky-Marke auf den Markt gebracht. Es folgte unmittelbar nach der Bekanntmachung eine Lawine an Fotos und Videos von ihm mit seinem Whisky in der Hand. Sogar bei einer Pressekonferenz vor einem Welt-Ereignis der Spitzensportler steht die Flasche mit seinem Whisky auf Tisch vor ihm.

Der dritte, Daniel Cormier (1,8 Millionen Followers auf Instagram), Weltmeister in 2 Kategorien, Familienvater und Trainer für Kinder bedankt sich bei seinem Sponsor Nemiroff Vodka dafür, seinen Erfolg ermöglicht zu haben.

Ich verstehe, dass man sehr schwer vom Sport – insbesondere vom Kampfsport – leben kann, aber es scheint, dass diese Sportler vergessen haben, welche Verantwortung sie tragen.

Sie vermitteln die Botschaft: Alkohol ist gut, Alkohol hilft bei der sportlichen Leistungen.

Mit eigenem Beispiel vermitteln sie die unausgesprochene Botschaft:

„Trinke und du wirst so gut wie ich!“

Wir alle und ganz besonders Eltern wissen wie schwierige manche Phasen bei den Jugendlichen sind. Sie suchen nach der eigenen Identität, sie versuchen sich von den anderen zu differenzieren und zu zeigen, wie besonders sie sind, sie wollen sich als Erwachsene darstellen, sie wollen den anderen gefallen.

Anstatt diesen Kinder zu zeigen, dass gerade Sport ihnen bei allen diesen Themen helfen kann, zeigen sie , dass Alkohol okay ist.

Die Hingabe, etwas 130%ig zu tun,  die Ausdauer, etwas immer wieder zu tun auch wenn es ganz schwer wird, die Stärke, sich selbst zu besiegen, das Vertrauen in sich selbst, etwas schaffen zu können, das Vertrauen in seine Teamkollegen, gemeinsam ein Ziel leichter und besser erreichen zu können, Stabilität zu gewinnen seinen Weg zu gehen ohne dass dich etwas aus der Bahn werfen kann, das Streben nach den wahren menschlichen und nicht nach materiellen Werten wie z.B. Geld.

Das sind die Werte, die ein Sportler vermitteln soll. Eine Werbung mit einer Alkoholmarke trägt ganz bestimmt nicht dazu bei.

   

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