Texas mal richtig

Was wäre die Welt-Geschichte ohne Cowboys und Indianer? Was wären die USA ohne Texas?

Das wäre eine andere Welt.

Genau so haben wir gedacht, und unsere Reise durch die USA brachte uns nach Texas. Wir wollten aber nicht einfach nur Großstädte sehen und die Geschichte aus Museen lernen. Wir wollten hautnah erleben. Der beste Weg ist, einfach auf einer echten Ranch Zeit zu verbringen.

Nach einigen Recherchen haben wir die Mayan Dude Ranch in Bandera ausgesucht. Und unsere Wahl war sehr richtig. Bereits auf dem Weg und kurz vor der Ankunft im Haupt-Büro der Ranch hat man gemerkt, dass es etwas Besonderes sein wird. An den Pfosten des Zaunes entlang des Weges waren alte Cowboy-Stiefel aufgesteckt und witzige Schilder zeigten uns, dass wir auf dem richtigen Weg waren.

Bereits am Anfang wird man von der Größe des Anwesens erschlagen. Es ist gigantisch. Es fließt sogar ein Fluss, der Medina River, durch die Ranch. Es sind überall viele kleine Wege und Trampelpfade, die das Erkunden der Landschaft sehr spannend machen. Es laufen überall Rehe und Hirsche herum, die sogar bis zum Haus kommen. Wildhasen, Pfaue, Esel, Ziegen und jede Menge Pferde kann man sehen. Wenn ich sage jede Menge Pferde, dann meine ich es auch wirklich so. Auf jeden Gast kommt ein Pferd. Es kann eigentlich nicht passieren, dass es für jemanden kein Pferd zum Reiten gibt.

Dazu kommt das Angebot an Unterhaltung. Zum einen kann man 2 Mal am Tag reiten. Das Reiten dauert etwa eine Stunde und führt immer auf einer anderen Route über die Ranch. Zum anderen wird jeden Tag etwas organisiert: Bogenschießen, Lasso werfen, Pinjata, Bingo und vieles mehr. Jeden Tag gibt es etwas Neues. Und damit man immer genauestens informiert ist, bekommt man jeden Morgen vor die Tür das Programm für den kommenden Tag.

Das Programm ist immer so zusammengestellt, dass es immer etwas für jede Generation, auch für die Kinder gibt.

Dazu kommen Basketball- und Volleyballplatz, Swimmingpool, Möglichkeiten zum Angeln, Wandern oder – wie ich es gemacht habe – zum Laufen.

Diese Vielfalt der Angebote macht die Mayan Ranch zu einem hervorragenden Ort für einen Familien-Urlaub.

Neben diesen Unterhaltungsangeboten muss man sagen, dass die Küche einfach toll ist. Wir hatten nicht ein Gericht und nicht eine Beilage, die mittelmäßig oder vielleicht sogar nicht gut geschmeckt hat. Es war alles richtig lecker!

Besonders interessant fanden wir aber alle, dass man morgens zum Frühstück reiten kann. Nach etwa 20 Minuten auf den Pferden erreicht man eine Lichtung im Wald auf der gegessen wird. Das Frühstück wird von den Cowboys zubereitet und serviert. Und das ist richtig gut. Es wird nicht um sonst auch Cowboy-Frühstück genannt.

Man muss sagen, dass es viele Kleinigkeiten, die es uns angetan haben, gab. Zum Beispiel bekommt man morgens Kaffee und Orangen-Saft vor die Tür gebracht.

Die Mayan Ranch ist schon seit 3 Generationen ein Familien-Unternehmen und fast alle die dort arbeiten, gehören zur Familie. Das verleiht der Ranch eine ganz besondere Atmosphäre.

Eine Frage wollten wir aber noch klären: Was ist vom Wilden Westen noch in Texas geblieben? Um die Frage zu beantworten haben wir uns auch umliegende Orte angeschaut und wir haben die Antwort gefunden.

Ja, es ist wirklich so! In Texas trägt man immer noch täglich Cowboy-Stiefel und den Cowboy-Hut. Man hat uns erzählt, dass es vor 40 Jahren in Bandera noch echte Banditen gab und dass der damalige Sherif von Banditen erschossen wurde.

   

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  1. Pingback: Mayan Dude Ranch in Bandera, Texas

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