Wunder der Tarahumara Indianer

Einen Marathon zu schaffen ist etwas Besonderes. Die Tarahumara Indianer laufen aber über 170 km – ununterbrochen. Das ist bis heute unerklärlich – ein Wunder!

Die Anzahl der Leute, die Marathon laufen, steigt exponentiell von Jahr zu Jahr. Wir trainieren, wir bereiten uns vor und wir laufen ganze 42,195 km. Und wir denken wir sind etwas Besonderes, weil wir es geschafft haben.

In den Bergen von Mexico, am Gipfel des Sierra Madre Occidental, lebt ein Indianer-Stamm namens Tarahumara. Die Tarahumara haben eine bis heute unerklärte Fähigkeit, Langstreckenläufe mit einer unglaublichen Leichtigkeit zu schaffen.

Sie haben keine besondere Ausrüstung, meistens laufen sie sogar barfuß oder in einfachen Ledersandalen. Sie nutzen auch keine Nahrungsergänzungsmittel, keine Gels und haben keine mit Elektrolyten angereicherten Sportgetränke dabei. Trotzdem schaffen sie über 170 km ohne einmal anhalten zu müssen. Durch die Wüste, über Steine und Berge und durch Schluchten.

Wie schaffen sie das?

Laufen ist für Tarahumara besonders wichtig. Es hat ihnen das Überleben ermöglicht. Seit Generation betreiben sie die Hetzjagd. Das ist eine Art das Wild zu jagen, und zwar so, dass man es bis zur totalen Erschöpfung hetzt. Am Ende können sie das Wild mit den bloßen Händen erlegen. Das hat mit Sicherheit dazu geführt, dass sie sich über Jahrhunderte genetisch an das Laufen angepasst haben.

Dennoch bleiben viele Fakten unerklärlich.

  • Ein Marathonläufer verbrennt ca. 2800 kcal pro Lauf. Ein Tarahumara verbrennt etwa 43000 kcal pro Lauf. Nur zum Vergleich: 1 kg Fett hat 7000 kcal. Wenn man sich aber diese Indianer anschaut, sieht man sehr leicht, dass sie gar kein Fett haben.
  • Um nicht vor Erschöpfung zusammen zu klappen, muss ein Marathonläufer während des Laufes hochenergetische Nahrung, z.B. in Form von Gels, zu sich nehmen. Die Tarahumaras trinken eine Art Maisbier, in großen Mengen, vor dem Lauf.
  • Tarahumara Indianer laufen entweder barfuß oder mit dünnen Sandalen. Und das über verschiedene Geländearten: Stein, Sand, Gras usw.
    Ein Marathonläufer kann nicht ohne Laufschuhe.

Für mich, als Läufer, hört sich das unglaublich interessant an, ich werde aber jetzt nicht barfuß auf die Straße gehen und versuchen die Tarahumara nachzumachen.

Ich ziehe meine Laufschuhe an, gehe zum Training und werde unglaublich glücklich sein, wenn ich meinen nächsten Marathon geschafft habe. Für mich ist auch das ein Wunder.

   

You must be logged in to post a comment Login

Leave a Reply